Den Sommer genießen Thinkstock/Evgeny Atamanenko
Den Sommer genießen
Thinkstock/Evgeny Atamanenko
Nicht erst seit Corona kämpfen Österreicherinnen und Österreicher mit ihrem steigenden Körpergewicht. Ungesundes Essen, stundenlanges Sitzen und kaum Bewegung führen dazu, dass wir zunehmen. Ein Viertel der Erwachsenen gilt sogar als adipös, also fettleibig. Mit Übergewicht steigt das Risiko für zahlreiche Krankheiten von Arteriosklerose über Krebs bis hin zu Schlaganfall. Häufig sind falsch angelernte Verhaltensweisen oder psychische Aspekte wie Essen unter Stress an der Entstehung von Übergewicht beteiligt. So auch bei Hannes Tanzer. Fast-Food dominierte jahrelang den Speiseplan des jungen Oberösterreichers, Sport machte er nur unter Protest. Umso beeindruckender ist seine Verwandlung. Innerhalb weniger Monate krempelte Hannes Tanzer sein komplettes Leben um – mit Erfolg! Heute, vier Jahre später, wiegt er 40 Kilo weniger und fühlt sich so fit und gesund wie nie zu vor.
Gestaltung: Denise Kracher

Links:

18. September 2021

Alzheimer – Leben in einer anderen Welt

Aus einem sehr tiefen Schlaf zu erwachen und nicht gleich zu wissen, wo man sich befindet und welcher Tag gerade ist – ungefähr so fühlt sich der Alltag von Menschen mit Alzheimer an. In Österreich sind etwa 100.000 Menschen von einer dementiellen Erkrankung betroffen. Das Gedächtnis schwindet, das geistige Leistungsvermögen nimmt ab und auch die Persönlichkeit der Betroffenen verändert sich zunehmend.
Wie Angehörige oder Freunde am besten mit den Betroffenen und der neuen Situation umgehen und wie sie es schaffen, in diese „andere Welt“ einzutauchen, darüber spricht Prof. Dr. Elisabeth Stögmann, Neurologin von der Meduni Wien, in „bewusst gesund“.

Kontakt:

Prof. Dr. Elisabeth Stögmann
Department of Neurology
AKH, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
E-Mail: elisabeth.stoegmann@meduniwien.ac.at
https://www.meduniwien.ac.at/hp/phd-neuroscience/research-laboratories/elisabeth-stoegmann

Links:

18. September 2021

Familienglück – Baby trotz Organtransplantation

Antibiotika sind die gebräuchlichste Waffe gegen bakterielle Infektionen und wurden daher sehr häufig eingesetzt – zu häufig und oft zu breitgefächert, wie man heute weiß. Einerseits werden dadurch die Keime resistent, andererseits töten Antibiotika auch wertvolle Bakterien, die unsere Schleimhäute besiedeln, ab. Heute versucht man ganz im Gegenteil die Darmflora etwa mit dem Einsatz von Probiotika positiv zu beeinflussen. Unter klinischer Kontrolle funktioniert das erstaunlich gut und kann sogar zu unerwarteten, aber erwünschten Schwangerschaften führen, etwa nach Organtransplantationen wie im Fall einer Steirerin. Die junge Mutter hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich hat. Nach exzessivem Einsatz von Antibiotika in der Kindheit zerstörte eine Autoimmunkrankheit ihre Leber. Doch dank spezieller Probiotika, die von der Medizinischen Universität Graz entwickelt wurden, ging ihr Kinderwunsch trotzdem in Erfüllung.
Gestaltung: Christian Kugler

Links:

18. September 2021

Heilkraut – Weißdorn für ein starkes Herz

Pflanzliche Präparate sind beliebt: Sie stehen im Ruf, weniger Nebenwirkungen zu haben als synthetisch hergestellte Arzneimittel. Dafür fehlt in vielen Fällen ein wissenschaftlich fundierter und vergleichbarer Wirksamkeitsnachweis. Anders ist das beim Weißdorn, der Arzneipflanze des Jahres 2019. In den Blüten und Blättern haben Forscher/innen mehrere schützende und heilende Wirkstoffe gefunden. Die sogenannten Flavonoide und Procyanidine haben eine stärkende Wirkung auf das Herz. Weißdornextrakt ist in verschiedenen Fertigzubereitungen wie Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen oder Saft erhältlich.
Gestaltung: Denise Kracher

Kontakt:

Dr. Patricia Purker
Medizinische Wissenschafterin
https://villanatura.at/ueber-uns
Dr. Peter Haubenberger
Allgemeinmediziner, FA für Phytotherapie, Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin
https://www.dr-haubenberger.at
Österreichische Gesellschaft für Phytotherapie
https://www.phytotherapie.at
18. September 2021

Blutspenden

Jedes Jahr zum Ende des Sommers werden die Blutkonserven knapp, viele Spender/innen sind auf Urlaub und der Bedarf ist ungebrochen hoch. Heuer wurde die Situation durch Corona noch verschärft. In der Steiermark warnt das Rote Kreuz vor einem drohenden Engpass. An die 1000 Blutkonserven werden in Österreich täglich benötigt. Blut ist damit eines der wichtigsten Notfallmedikamente.
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn informiert, welche weiteren zahlreiche Anwendungsgebiete es gibt und wer Blut spenden kann.

Links:

ORF nachlese September 2021

Aufwärmen vor dem Ballsport

Gesundheitstipp von
Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn
Sportarten mit Ball zählen in Österreich zu den beliebtesten – vom Fußball über Basketball bis hin zu Tennis oder Gymnastik. Eines fällt bereits auf: Je nach Sportart hat der Ball eine unterschiedliche Größe – vom Tischtennis- bis zum Gymnastikball, ein unterschiedliches Gewicht von wenigen Gramm bis hin zu mehreren Kilos und beansprucht unterschiedliche Körperpartien.
Grundsätzlich gilt: Das Aufwärmen ist vor jedem Sport eine gute Wahl, um den Stoffwechsel anzukurbeln, Körper wie Geist zu aktivieren und die Muskeln auf ihre bevorstehende Leistung einzustimmen. Damit vermeidet man auch am besten Verletzungen wie Muskelfaser(ein)risse. Denn während der Aufwärmphase steigen Pulsfrequenz und Körpertemperatur, der Kreislauf wird angekurbelt, die Durchblutung wird gefördert und die Muskeln wie Gelenke werden elastisch und flexibler. Durch die Beschleunigung des Stoffwechsels werden auch die Wahrnehmungs- und Weiterleitungsgeschwindigkeit der Nerven erhöht. Somit wird die Koordination und Reaktionsfähigkeit verbessert und der Kopf auf die sportliche Belastung vorbereitet.
Wichtig ist sehr moderate Bewegungen auszuführen, die maximal 50 Prozent der danach geplanten Sportbelastung betragen. Denn sonst droht eine frühzeitige Ermüdung beim eigentlichen Sport.

Die besten Methoden

Im Idealfall besteht das Warm-up aus drei Teilen: Den Anfang macht das allgemeine Aufwärmen, um das Herz-Kreislauf- System anzukurbeln. Sehr empfehlenswert ist sanftes Einlaufen, Seitgalopp oder Rückwärtslaufen. Für die Schultern- und Armpartie empfehlen sich Armkreisen oder Hampelmannsprünge. Zudem ist Dehnen sehr zu empfehlen.
Weiter geht es mit dem speziellen Aufwärmen. Für alle Ballsportarten gilt, dass Sprunggelenke, Knie und Hüfte eines gezielten Warm-ups bedürfen, da Sie Lauf-, Sprung- und Seitwärtsbewegungen ausführen. Speziell im Ballsport kann natürlich der Ball auch schon beim Aufwärmen einbezogen werden. Achten Sie am besten darauf, dass die bei der Sportart am meisten beanspruchten Muskeln auch tatsächlich aufgewärmt werden. So ist das beim Fußball etwa die Bein- und im Besonderen die Oberschenkelmuskulatur oder beim Tennis die Schulter- und Armmuskulatur.
Zum Schluss sollten Sie mit dem koordinativen Aufwärmen Ihr Warm-up abrunden und Körper wie Geist auf das bevorstehende Zusammenspiel einstimmen. Im Falle des Ballsports sind das etwa spezifische Techniken.
Die Bandbreite an Aufwärmübungen ist schier unendlich. Jeder kann seine Vorlieben wählen, variieren und immer wieder abwechseln. Was zählt, ist die Freude an der Bewegung und das Vermeiden von Verletzungen

Nicht übertreiben

Allzu lange Zeit muss man nicht ins Aufwärmen investieren, da man sich sonst zu schnell verausgabt. Meist genügen 10–20 Minuten. Abhängig ist das allerdings von der geplanten Intensität der folgenden Sportart, dem Alter, dem Trainingszustand und natürlich auch dem Wetter.
Vor allem ältere Menschen sollten sich mehr Zeit nehmen, um den Körper richtig zu aktivieren und bei Kälte gilt für alle: Besser etwas länger aufwärmen, als danach Schmerzen haben. Wichtig ist, nach dem Warm-up direkt mit dem Training zu starten, weil sonst der Körper recht schnell wieder auskühlt, falls die angekündigte Bewegung ausbleibt.

Download:

11. September 2021

Fitness-Training – Medikament ohne Nebenwirkung

Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung das wirkungsvollste Medikament überhaupt darstellt, trotzdem werden von ärztlicher Seite immer noch vor allem chemische Substanzen, also Medikamente zur Behandlung, eingesetzt und per Rezept verschrieben. Meist bleibt es für die Patientinnen und Patienten bei der vagen Aufforderung, doch mehr Bewegung zu machen. Welche Bewegung passend ist und wie intensiv diese sein sollte – damit werden sie meist allein gelassen.
„bewusst gesund“ hat im burgenländischen Zurndorf einen Arzt besucht, der das ändern will und so nebenbei zum Betreiber eines Fitnesscenters wurde.
Gestaltung: Christian Kugler

Link:

Information zum Thema:

11. September 2021

Impfdurchbrüche – wie groß ist die Gefahr?

Seit Wochen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen, mittlerweile liegt die Inzidenz bei ca. 130, und auch die Zahl der COVID-Patientinnen und -Patienten in den Spitälern und Intensivstationen ist besorgniserregend. Österreichweit haben sich bisher an die 700.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert – ein Teil davon trotz Impfung. Dabei handelt es sich um sogenannte „Impfdurchbrüche“.
Welche Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko haben und wie groß die Ansteckungsgefahr trotz Vollimmunisierung tatsächlich ist, erklärt Priv.-Doz.in Dr. Monika Redlberger-Fritz vom Institut für Virologie der Medizinischen Universität Wien.

Links:

11. September 2021

Schriftwechsel – unerkannte Linkshändigkeit und die Folgen

Ob bei Werkzeugen, Schreibmaterial oder Küchenutensilien: Unser Leben ist auf Rechtshänder/innen ausgerichtet. Dabei gehen Fachleute davon aus, dass rund die Hälfte aller Menschen als Linkshänder/innen geboren wird. Linkshändige Kinder werden oft schon in den ersten Lebensjahren an den Gebrauch der rechten Hand gewöhnt, was negative Folgen für Gehirn und Psyche haben kann. Sie müssen zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen in ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit hinnehmen. Eine begleitete Rückschulung auf die ursprünglich dominante linke Hand kann für Betroffene Abhilfe schaffen.
Gestaltung: Silke Tabernik

Kontakt:

Verein Linke Hand
Czartoryskigasse 44, 1180 Wien
E-Mail: verein@linkehand.at
www.linkehand.at

Information zum Thema:

11. September 2021

Goldrute – Das Heilmittel bei Harnwegsbeschwerden

Die leuchtend gelben Blüten der Goldruten erstrahlen von Juli bis September auf heimischen Wiesen. Bereits den Germanen war diese Pflanze als natürliches Heilmittel bekannt, so trägt die Pflanze auch die Beinamen Edelwundkraut oder Goldwundkraut. Neueste Untersuchungen zeigen ihre positive Wirkung bei Harnwegsinfekten, Nierengrieß oder auch einer Reizblase.
Gestaltung: Vroni Brix

Kontakt:

Sigrid Hagen
Dipl. Kräuterfachfrau
Kräutergarten “Wohl-be-Hagen”
Klein Greinsfurtherstraße 49, 3300 Winklarn
E-Mail: info@wohl-be-hagen.com
https://www.wohl-be-hagen.com
Univ. Prof. i.R. Mag. Dr. Dr. h. c. Brigitte Kopp
Universitätsprofessorin für pflanzliche Arzneimittel
https://pharmakognosie.univie.ac.at

Information zum Thema:

11. September 2021

Selbstmedikation bei Kopfschmerzen

Drückend, stechend, pulsierend – Kopfschmerzen können sich ganz unterschiedlich zeigen, meist ist die Ursache unklar. Die Medizin unterscheidet ca. 100 Kopfschmerzarten, Spannungskopfschmerz und Migräne sind die häufigsten. In den Apotheken werden verschiedene rezeptfreie Schmerzmittel angeboten. Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn informiert, was bei Selbstmedikation zu beachten ist.

Link:

ORF TVthek

„bewusst gesund“ sehen, wann und wo Sie wollen!

Alle Beiträge von „bewusst gesund - Das Magazin“ stehen nach der Ausstrahlung in der ORF-TVthek sieben Tage lang auf Abruf zur Verfügung.
So können Sie die Sendung - oder genau den Beitrag, der Sie interessiert - sehen, wann und wo Sie wollen: auf dem Computer, auf Ihrem internetfähigen Fernseher oder auf dem Smartphone.
ORF.at Network

Thema Gesundheit online

Im ORF.at Network bieten der Ö1 Radiodoktor, science.ORF.at und salzburg.ORF.at regelmäßig Informationen zum Thema Gesundheit an.
Kontakt

Ihr Draht zur Redaktion „bewusst gesund“

Das ORF-Gesundheitsmagazin „bewusst gesund“ wird samstags um 17.30 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt.
„bewusst gesund“-Präsentatorin ist Christine Reiler.
Anschrift:
ORF Redaktion „bewusst gesund“
1136 Wien