ORF
30. April 2016

Gegengewicht – das hilft bei Fettleibigkeit

Die Menschen werden immer dicker. Die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist übergewichtig, jeder Siebente ist adipös, das heißt krankhaft übergewichtig mit einem Body-Mass-Index größer als 30. Bei diesen Menschen steigt das Risiko, an Diabetes, Herzerkrankungen und Gelenksproblemen zu erkranken. Und nur wenigen gelingt es, mit dem richtigen Lebensstil – also kalorienarme Ernährung und viel Bewegung – das Gewicht langfristig zu reduzieren.
Expertin im Studio:
Primaria Univ.-Prof.in Dr.in 
Monika Lechleitner
vom LKH Hochzirl, Präsidentin der Österr. Adipositas-Gesellschaft
Tel.: +43 (0)50 504-45000
E-Mail: hn.aedion@tirol-kliniken.at
Links:
- Tirol Kliniken
- Österr. Adipositas Gesellschaft: ÖAG
Gleichzeitig gibt es so gut wie keine speziellen Sportprogramme, bei denen sich übergewichtige Menschen auch wohlfühlen. Die vielen unterschiedlichen Mode-Diäten wirken immer nur kurzfristig und enden meist mit dem bekannten Jo-Jo-Effekt. Das traurige Ergebnis: In Österreich haben fast 23.000 Männer und beinahe 30.000 Frauen einen Body-Mass-Index größer als 40. Sie sind so dick, dass die Ärzte ihnen nur noch mit einer Magenverkleinerungsoperation helfen können, die die Nahrungsaufnahme lebenslang verändert.
„bewusst gesund“ zeigt abgesehen von chirurgischen Eingriffen weitere Möglichkeiten, die zu einer gesunden und nachhaltigen Gewichtsreduktion führen.
Gestaltung: Sylvia Unterdorfer

Kontaktadresse:

Adipositas Zentrum / Krankenhaus der barmherzigen Schwestern
Stumpergasse, 1060 Wien
Tel.: +43 (0)1 59988-3200 (werktags 8.00 bis 12.00 Uhr)
E-Mail: adipositas.wien@bhs.at
Internet: Ambulanzen im KH der barmherzigen Schwestern Wien 
"bewusst gesund" am 30. April: Speckgürtel – Ursachen für krankhaftes Übergewicht

ORF

30. April 2016
30. April 2016

Speckgürtel – Ursachen für krankhaftes Übergewicht

Die Zahl der übergewichtigen Menschen steigt in der westlichen Welt dramatisch an, jeder dritte Erwachsene weltweit ist zu dick. Das führt in der Folge dazu, dass die Zahlen von Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Schlaganfälle zunehmen. Forscher sprechen bereits von einer neuen Epidemie.
Kontakt:
Medizinische Universität Innsbruck
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck
Was sind die Ursachen dafür, dass immer mehr Menschen erheblich mehr als das Normalgewicht auf die Waage bringen? Anscheinend gibt es viele Faktoren, die zu drastischer Gewichtszunahme und damit auch zu Fettleibigkeit führen. Da ist zum einen eine genetische Disposition, zum anderen ein falscher Lebensstil mit wenig Bewegung und Sport, aber auch die Verlockungen der Lebensmittelindustrie mit zucker- und fettreichen Fertigprodukten und Softdrinks begünstigen Fettleibigkeit.
„bewusst gesund“  hat mit Expertinnen und Experten über mögliche Ursachen gesprochen und berichtet, was man dagegen tun kann.
Gestaltung: Sylvia Unterdorfer
30. April 2016

Tipps zum Thema Wohlfühlgewicht

Viele Menschen, die sich zu einer Diät entschließen, träumen von einem idealen Gewicht, das sie erreichen möchten. Ist dieses Idealgewicht aber auch das „Wohlfühlgewicht“, mit dem sie sich rundum fit und gesund fühlen?
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn erklärt alles Wichtige rund um dieses Thema.
ORF nachlese Mai 2016

Mehr als Übergewicht

Siegfried Meryn

ORF/Roman Zach-Kiesling

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn

Prof. Dr. Siegfried Meryn in der ORF nachlese im Mai
Als Adipositas bezeichnet man Fettleibigkeit, welche eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper bedeutet. Sie wird als chronische Gesundheitsstörung verstanden. Auslösende Faktoren sind vielfach eine genetische Veranlagung, zu fettreiche Ernährung in Kombination mit zu wenig Bewegung oder auch psychische Faktoren wie Stress, Frust und Depressionen mit Essen als „Belohnung“. Generell gilt aber: Eine genetische Disposition allein macht nicht fettleibig. Meist ist es ein Zusammenspiel von Veranlagung und Lebensgewohnheiten, das letztlich zu Adipositas führt.

Der Body-Mass-Index

Als Maß für Übergewicht dient der sogenannte Body- Mass-Index (BMI). Berechnet wird er, indem man das Gewicht durch das Quadrat der Größe (in Metern) teilt. Von Fettleibigkeit spricht man ab einem BMI von 30 kg/m². Zum Vergleich: Normalgewicht entspricht einem BMI zwischen 19 und 25 kg/m². Bei einem Body- Mass-Index über 25 sollte man seinen Lebensstil ändern und abnehmen, insbesondere, wenn man vorwiegend Bauchfett aufweist.
Um von Fettleibigkeit sprechen zu können, spielt auch der Bauchumfang eine wesentliche Rolle. Das Stadium Adipositas ist erreicht, wenn der Taillenumfang bei Frauen 88 cm und bei Männern 102 cm überschreitet.

Fettleibigkeit enorme Belastung

In diesem Fall, gekoppelt mit einem BMI-Wert über 30, sollte eine Therapie mithilfe von Beratung angestrebt werden. Hierzu gibt es bereits ein gut ausgebautes Netz von Diätberatung, Verhaltens- und Gruppentherapie. Denn ab einem gewissen Punkt wird Adipositas auch zu einem sozialen Problem. Betroffene ziehen sich immer mehr zurück, kapseln sich ab, vereinsamen, werden depressiv und versuchen, diese Defizite mittels Essen auszugleichen. Ein Teufelskreis, aus dem kaum jemand ohne Unterstützung herausfindet. So wird die Ernährung etwa im Rahmen einer Diätberatung auf Reduktionsund Trennkost umgestellt. Doch gleichzeitig müssen Hunger- und Sättigungsgefühl neu erlernt, Stress abgebaut und weiteren Essstörungen vorgebeugt werden. All das erlernen Betroffene wieder im Rahmen einer Verhaltenstherapie. Und ebenso darf regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauertraining, im neu aufgebauten Lebensstil nicht fehlen …

Zauberwort Gewichtsreduktion

Abnehmen hat bei fettleibigen Patienten eine gesundheitlich enorm positive Wirkung. Der Cholesterinspiegel wird gesenkt und Folgeerkrankungen, wie der Koronaren Herzkrankheit, erhöhtem Blutdruck und Arterienverkalkungen vorgebeugt. Außerdem werden Lunge wie Rücken (vor allem die Lendenwirbelsäule) entlastet, die Gelenke geschont und der Stoffwechsel unterstützt. Auch seelischen Problemen wie mangelndem Selbstwertgefühl kann so entgegengewirkt werden.
Damit der Diät-Erfolg erhalten bleibt, ist es wichtig, sich weiterhin beraten zu lassen. Die Kost sollte einen Fettenergie-Prozentsatz von 20 bis 25 Prozent nicht übersteigen. Kurzfristige Crashdiäten bringen langfristig nicht den gewünschten Erfolg, da die Veranlagung zu Übergewicht weiterhin besteht. Für Patienten mit Fettleibigkeit, bei denen sich trotz dieser Maßnahmen kein zufriedenstellender Gewichtsverlust einstellt, kann unter Umständen – was aber selten vorkommt – eine medikamentöse oder chirurgische Behandlung in Frage kommen.
Bewährt haben sich aber langfristige Behandlungskonzepte unter Einbeziehung erfahrener Ärzte. Regelmäßige Kontrollen etwa im Abstand von jeweils vier Wochen erhöhen die Erfolgsaussicht deutlich. Ungefähr ein Drittel der Fettleibigen schafft mit Motivation und konsequenter Behandlung dann auch eine langfristige Gewichtsverminderung.

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"bewusst gesund": Wieder fit – Wiederherstellungschirurgie im Alter

ORF

23. April 2016
23. April 2016

Wieder fit – Wiederherstellungs- chirurgie im Alter

Angesichts des demografischen Wandels und der Fortschritte der modernen Medizin stellen sich immer mehr Menschen im Laufe des Altwerdens nicht nur die Frage „Wie ALT werde ich?“, sondern auch „WIE werde ich alt?“. Die rekonstruktive Chirurgie hat den Auftrag, verloren gegangene Funktionen des Körpers umfassend und funktionell wiederherzustellen.
Eine immer größer werdende Patientengruppe sind ältere Menschen. Ein Funktionalitätsverlust aufgrund von Defekten bzw. altersspezifischer und degenerativer Erkrankungen führt bei ihnen zu sozialer Isolation und zum Verlust der Selbstständigkeit. Gerade deswegen bedarf es neuer Behandlungsstrategien.
Gestaltung: Andi Leitner
"bewusst gesund" am 23. April: Der Pensionist Josef Urfahrer hatte plötzlich Probleme mit der rechten Hand. Ein diagnostizierter Tumor konnte entfernt und so die Funktionalität der Hand wiederhergestellt werden.

ORF

Der Pensionist Josef Urfahrer hatte plötzlich Probleme mit der rechten Hand. Ein diagnostizierter Tumor konnte entfernt und so die Funktionalität der Hand wiederhergestellt werden.

Kontakt:

Krankenhaus zum Göttlichen Heiland
Integrative wiederherstellende Chirurgie
Dornbacher Straße 20-28, A-1170 Wien
Tel.: +43 (0)1 400 88-6200
Internet: Integrative wiederherstellende Chirurgie (www.khgh.at)
23. April 2016

Wieder flott – Yoga auch mit Übergewicht

Yoga soll Körper und Geist in Einklang bringen und wird immer häufiger auch von übergewichtigen Menschen als ideales Körpertraining entdeckt. Richtig ausgewählte Übungen wirken gelenkschonend, dehnend und regen den Stoffwechsel an. Außerdem verbessert regelmäßiges Yoga die Körperhaltung, was vor allem für Menschen, die viele Kilos auf die Waage bringen, ungemein wichtig ist.
„bewusst gesund“ hat Manuela Wafzig in Graz besucht. Die Steirerin bietet Yogakurse speziell für übergewichtige Menschen an.
Gestaltung: Denise Kracher
"bewusst gesund": Wieder flott – Yoga auch mit Übergewicht

ORF

Yogakurs für übergewichtige Menschen.

Kontaktadressen:

Yogalehrerin Manuela Wafzig
Georgigasse 17, 8073 Seiersberg
Tel.: +43 (0)664 258 20 27
E-Mail: info@yoga-xl.at
Internet: www.yoga-xl.at
Peter Panzenböck
Institut für Sportverletzungen und Gelenkschirurgie
Körblergasse 46, 8010 Graz
Internet: www.panzenboeck.com
"bewusst gesund": Wieder aufmerksam – Krebsvorsorge für Männer

ORF

23. April 2016
23. April 2016

Wieder aufmerksam – Krebsvorsorge für Männer

Der Prostatakrebs ist ein potenziell lebensgefährlicher Tumor. Bei einer Diagnose im Frühstadium kann das Karzinom jedoch in den meisten Fällen gut behandelt werden. In Österreich erkranken durchschnittlich 4.800 Männer jährlich daran. Seit Jahren werden daher kostenlose Vorsorgeuntersuchungen zur rechtzeitigen Diagnose angeboten.
Herbert Steinböck
www.herbertsteinboeck.com
Auch der Kabarettist Herbert Steinböck verdankt einer Vorsorgeuntersuchung die rechtzeitige Diagnose eines Prostatakarzinoms. Heute gilt der Kabarettist als krebsfrei.
Gestaltung: Denise Kracher

Kontakt:

Annemarie Riedl
3400 Klosterneuburg, Niedermarkt 13
Tel.: +43 (0)2243 217 80
Internet: www.urologie3400.at

Links - Österreichische Krebshilfe:

23. April 2016

Tipps zum Thema Männervorsorge

Wie wichtig das Thema Gesundheitsvorsoge für Männer ist, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn.
Männer, so die Ergebnisse einer Untersuchung der Statistik Austria und der Medizinischen Universität Wien, gingen in den vergangenen Jahren fast ebenso häufig wie Frauen zur Vorsorgeuntersuchung. Trotzdem haben Männer immer noch eine kürzere Lebenserwartung als Frauen.
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