ORF

3. Dezember 2016
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3. Dezember 2016

Vollnarkose – hautnah dabei

Studiogast: Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Vorstand der Abteilung Anästhesie, Intensiv- u. Schmerzmedizin am Wilhelminenspital Wien.
Eine Anästhesie für eine geplante Operation ist wie eine Reise vorzubereiten. Wenn alle wichtigen Befunde erhoben und gegebenenfalls durch therapeutische Maßnahmen vor der Operation verbessert wurden, kann der Patient für die Allgemein- oder Regionalanästhesie freigegeben werden.
Doch was passiert ab dem Zeitpunkt, zu dem der Patient bei einer Vollnarkose sein Bewusstsein verliert und seine Atmung einstellt? Und wie geht es Patienten, die ihre Operation gewollt bei vollem Bewusstsein erleben?
„bewusst gesund“ hat Chefanästhesist Burkhard Gustorff bei seiner Arbeit im OP begleitet und Antworten auf diese Fragen gefunden.
Gestaltung: Denise Kracher-Tiapal

Serviceliste:

Univ. Prof. Dr. Burkhard Gustorff, DEAA
Chef-Anästhesist
Wilhelminenspital
Montelartstraße 37, 1160 Wien
Tel.: +43 (0)1 491 500
E-Mail: wil@wienkav.at
3. Dezember 2016

Spinalanästhesie – Operation bei vollem Bewusstsein

Die Spinalanästhesie ist eine Methode zur Betäubung von Rückenmarksnerven. Im Gegensatz zu anderen rückenmarksnahen Anästhesieverfahren wird dabei ein Medikament unmittelbar neben die Nerven gespritzt. Somit lassen sich in kurzer Zeit große Körperbereiche betäuben, während der Patient bei vollem Bewusstsein bleibt.
3. Dezember 2016

Tipp bei Kehlkopfentzündung

Erste Anzeichen einer Kehlkopfentzündung sind Husten und Heiserkeit. Dazu kommen Schmerzen beim Schlucken und Sprechen und manchmal tritt auch Fieber auf. Der Kehlkopf befindet sich am Eingang der Luftröhre und ist am Schlucken und an der Stimmbildung beteiligt. Kommt es zu einer Entzündung, schwellen die Kehlkopfschleimhaut und die Stimmbänder an.
Was man dagegen tun kann, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn.
ORF nachlese Dezember 2016

Wenn die Sehne überdehnt

Siegfried Meryn

ORF/Roman Zach-Kiesling

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn

Prof. Dr. Siegfried Meryn in der ORF nachlese im Dezember
Gesundheitstipp von Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn
Kennen Sie ihn auch, den plötzlichen, messerstichartigen Schmerz während einer Bewegung? Dann hatten Sie bereits eine Sehnenzerrung, bei der meist die Bewegung des betroffenen Körperteils sehr schmerzhaft ist. Besonders häufig betroffen sind bei Sportlern die Achillessehne, aber auch die Bizepssehne – vor allem bei Krafttraining – und die Strecksehnen der Finger. Grund für eine Zerrung ist das Überdehnen des betroffenen Gewebes. Denn Sehnen sind bindegewebsartige Anteile der Muskeln, welche die Muskelkraft auf die Knochen übertragen. Da das Sehnengewebe kaum dehnbar ist, kommt es häufig zu Zerrungen – beim Sport, bei Stürzen oder auch bei schwerem Heben. Ähnlich wie bei Verstauchungen passieren Zerrungen „unbedacht“, d. h. infolge eines Bewegungsablaufes, auf den sich die Reaktionsmechanismen des Körpers nicht rasch genug einstellen konnten. Im Unterschied zu Verstauchungen kommen hier aber noch altersspezifische und psychologische Komponenten hinzu. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Elastizität der Körpergewebe kontinuierlich ab. Während der Wechseljahre (bei Frauen und Männern) finden Umbauprozesse statt, die das Risiko für Sehnen- & Muskelzerrungen erhöhen.

Zerrung vs. Riss

Wird nun eine enorme und ungewohnte Belastung auf eine Sehne ausgeübt, kann es sein, dass diese sich überdehnt oder sogar einreißt – dann spricht man von einem Sehnenriss. Da sich in einer Sehne nur wenige Blutgefäße und Nerven befinden, kann es relativ lange dauern, bis die entsprechenden Muskeln wieder belastbar sind. Der Betroffene verspürt im Moment der Sehnenzerrung einen scharfen und ziehenden Schmerz. Gleichzeitg kann der betroffene Bereich nicht mehr richtig bewegt werden, da es dabei zu Schmerzen kommt. Im Ruhezustand kann die Stelle der Zerrung auch mit den Fingern abgetastet werden.

Erste-Hilfe-Maßnahme

Im Falle einer Zerrung sollte das betroffene Glied ruhiggestellt werden. Anschließend empfiehlt sich eine Kühlung, zudem sind Kompressionsverbände sinnvoll. Die Sehnen sollten daraufhin auf keinen Fall weiter belastet werden, da nun die Gefahr eines Sehenrisses besteht. Nach etwa 15 bis 20 Minuten des Kühlens kann ganz langsam eine Belastung geübt werden, falls sie nötig ist, um evtl. zu einem Arzt oder nach Hause zu gelangen. Ansonsten sollten die Bewegungen im Sitzen und sehr behutsam durchgeführt werden, um die Durchblutung wieder anzuregen. Nach ein paar Tagen der Schonung kann wieder langsam stärkere Belastung geschehen. Zur Behandlung gibt es entzündungshemmende Gele, ansonsten sind Schmerzmittel die richtige Wahl – egal ob in Form von Salben, Sprays, kühlenden Packungen zu Beginn, später durchblutungsfördernden Wickeln und bei starken Schmerzen Schmerzpflastern oder auch Schmerztabletten.

Vorbeugen ist besser als heilen

Um einer Sehnenzerrung vorzubeugen empfiehlt es sich, vor dem Sport immer eine ausreichend lange Aufwärmphase einzulegen, damit die Muskeln und Gelenke sich langsam an die Bewegung gewöhnen und nicht überlastet und folglich verletzt werden. Auch sollte nicht über das gesunde Maß trainiert werden. Eine gesunde Lebensweise sorgt für ein gesundes Gewebe, maßvolles Training und Gymnastik sorgen für intakte Bänder, Sehnen und Muskeln, Bewegung und Sport halten die Wendigkeit, das Gleichgewichtsgefühl und die Reaktionsschnelligkeit in Funktion und der Verzicht auf Konkurrenz- und Siegerdenken führt zu mehr Gelassenheit sowie Entspanntheit im Sport und minimiert auf diese Weise psychologisch das Verletzungsrisiko. Gründlich auskuriert sollte dann den weiteren sportlichen Betätigungen nichts mehr im Wege stehen.

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Seiltanzen – Slackline als Therapie

ORF

26. November 2016
26. November 2016

Seiltanzen – Slackline als Therapie

ORF
Die „Slackline“ ist ein gespanntes Band, auf dem geschickte, meist junge Menschen balancieren. Aber auch im therapeutischen Bereich kann man mit der Slackline arbeiten und so die Muskulatur trainieren und damit auch Schmerzen bekämpfen. Auch nach Verletzungen kann die Slackline therapeutisch zum Einsatz kommen.
Vienna Slackliners
Internet: www.vienna-slackliners.at
Für Anfänger sind wir unter info@vienna-slackliners.at erreichbar.
Bei dringenden Anfragen auch unter Tel.: +43 (0)699 81992264
„bewusst gesund“ zeigt nicht nur, wie das geht, sondern bietet auch atemberaubende Aufnahmen von „Highlinern“, die zwischen Berggipfeln und Felsnadeln balancieren.
Gestaltung: Christian Kugler
Team Pallesits
Mexikoplatz 24, 1020 Wien
Tel.: +43 (0)664 307 48 13
E-Mail: roman.pallesits@physiotherapeuten.at
Internet: physiotherapeuten.at
26. November 2016

Beatmungstraining – Übung für den Notfall

Da Patientinnen und Patienten während der Einleitung einer Vollnarkose ihre Spontanatmung einstellen, ist die künstliche Beatmung eine absolute Notwendigkeit. Durch sie wird die Versorgung des Organismus mit frischer, sauerstoffhaltiger Luft und die richtige Ausatmung sichergestellt.
Um die Beatmung zu gewährleisten, werden verschiedene Atemhilfen eingesetzt. Um auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Patienten reagieren zu können, trainieren die Anästhesistinnen und Anästhesisten des Wiener Wilhelminenspitals regelmäßig. „bewusst gesund“ war beim Beatmungstraining dabei.
Gestaltung: Denise Kracher

Kontakt:

Wilhelminenspital
Univ. Prof. Dr. Burkhard Gustorff, DEAA, Chef-Anästhesist
Montelartstraße 37, 1160 Wien
Tel.: +43 (0)1 491 500
E-Mail: wil@wienkav.at
Schadensbegrenzung – Erste Hilfe bei Knieverletzungen

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26. November 2016
26. November 2016

Schadensbegrenzung – Erste Hilfe bei Knieverletzungen

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Immer mehr Menschen klagen über Beschwerden und Schmerzen in den Knien; Frauen übrigens häufiger als Männer. Meistens ist die Ursache Bewegungsmangel und damit eine Schwäche der Muskulatur und der Gelenke. Aber auch Knieverletzungen, die nicht rasch behandelt wurden, können zu großen Problemen führen. Deshalb ist die richtige Erste Hilfe bei Knieverletzungen besonders wichtig. Wie diese aussieht, hat sich „bewusst gesund“ von Fachleuten erklären lassen.
Gestaltung: Christian Kugler

Linktipps:

26. November 2016

Tipp bei Gerstenkorn

Es juckt, brennt und tut bei jedem Wimpernschlag weh – das Gerstenkorn. Es handelt sich dabei um eine aktuelle Infektion der Schweißdrüsen am Rand des Augenlids. Meist beginnt es mit einer leichten Schwellung am Lid, daraus entsteht dann ein rotes Knötchen mit einer hellen Kuppe. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist man besonders anfällig.
Was man dagegen macht, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn.
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